Wähler Initiative Rosenheim e.V. 

 

Presse / Aktuell zu Stadrat und Kommunalpolitik in Rosenheim - das Archiv

Diese Seite zeigt Nachrichten und Themen zu Stadrat und Kommunalpolitik in Rosenheim, Stellungsnahmen zur Politik im Stadtrat und Themen um die Wählerinitiative.

 

 

WIR's Erfolg neben Stadrat und Politik:
„Kultur pur" 2006 wieder ein voller Erfolg in Rosenheim

Zum elften Mal hatte die Wähler-Initiative Rosenheim (WIR) zu ihrer Kulturveranstaltung „Kultur pur – Leckerbissen aus der Rosenheimer Kleinkunstszene“ eingeladen. Welchen Stellenwert diese Veranstaltung bei den Kulturinteressierten in Rosenheim mittlerweile einnimmt, machte WIR-Vorsitzender Werner Rösler deutlich, der in seiner Begrüßung  darauf hinweisen konnte, dass bereits zwei Tage nach Beginn des Vorverkaufs im Theater am Markt OST der Abend ausverkauft war, und das noch vor Beginn der Plakatwerbung. Offensichtlich kann die WIR wirklich Rosenheimer kulturelle Leckerbissen servieren, von denen das Publikum nicht genug bekommen kann.

Ein fulminanter Auftakt fand gleich mit dem „Jugendsalonensemble“ von Monika Reif statt. Das Instumentalensemble, von Monika Reif vor fünf Jahren gegründet, zeigte sein Können mit Salonmusik, alten und neuen Schlagern, Klassik und Kaffeehausmusik und riss das Publikum von Anfang an zu Beifallstürmen hin. Die jugendlichen Musiker, noch nicht einmal im Twen-Alter, zeigten unbekümmert ihr Können und hatten dabei keine Scheu, sich an Komponisten wie Gershwin oder Hammond  zu wagen. Die Ergebnisse konnten sich wahrlich hören lassen und wurden zu Recht bejubelt.

Wie immer bei „Kultur pur“ gab es auch heuer wieder das kontrastreiche Programm,
das längst zum Markenzeichen dieser Veranstaltung geworden ist. So folgte dem Musikensemble nun die Theatergruppe. Und was für eine! Unter dem Namen „Wortwechsel“ zeigte das Improvisationstheater aus Wasserburg, dass man auch ohne Skript und Drehbuch massive Angriffe auf das Zwerchfell der Zuschauer ausüben kann. Zurufe aus dem Publikum förderten ein Programmunikat zutage,
das schier unerschöpflich Szenen aus dem Rockmusikgeschäft oder damit verbundene Alltagssituationen zu Tage förderte. Großartig auch ein „Interview“ eines Journalisten mit einem Rockmusiker, das von einem Laiengebärdendolmetscher „übersetzt“ wurde.

Die Theatergruppe wurde sodann von einem Solisten abgelöst, der nicht minder zur Begeisterung beitrug. Wenn jemand schon als Produzent von „boarischem Groove“ angekündigt wird, ist beim Publikum eine gewisse Spannung angesagt. Horst Biewald aus Bernau erfüllte die Erwartungen, indem er berühmte englischsprachige Songs in freche „Dialektliadl“ umwandelte, sich selbst und seine Gitarre mit Pfeifen und Jodeln unterstützte, und vom „Frühlingsgfui“ bis zum „Chiemgau-Reggae“ verschiedene Musikrichtungen respektlos aber gefühlvoll auftischte.
Nach diesen üppigen Kulturleckerbissen hatten sich alle Beteiligten eine Pause verdient.

Danach ging es mit einer bemerkenswerten Künstlerin weiter, deren Stärke die leisen Töne sind. Ruhiger Gesang, der Kraft ausstrahlt, von der man zehren kann, verschaffte sich sofort das Maß an Stille, das die Lieder von Birgit Wolf benötigen.
Ihre Lebenserfahrung, von einem schweren Unfall geprägt, lässt sie wunderschöne Lieder vortragen, die sie auch in Auftritten in sozialen Einrichtungen, in Krankenhäusern, vor Senioren oder Behinderten zum Besten gibt und den Betroffenen damit nicht nur Freude, sondern auch Kraft und Mut schenkt. Dem Titel „Komm doch mit mir“ entsprechend, hatte Birgit Wolf das Publikum voll mitgenommen und sang sich mit weiteren Liedern wie „Dein Stern“, „Rosengarten“ oder „In Deiner Liebe“ voll in die Herzen der Zuhörer.

Nicht minder gefühlvoll, aber mit südamerikanischem Temperament, übernahm das Gesangsduo „Soneros del Valle“ die Bühne. Das Spezialgebiet der beiden Profimusiker aus Trinidad/Kuba, Edel Nieves und Osmel Rodriguez, ist traditionelle kubanische Musik, aber auch mexikanische und lateinamerikanische Boleros gehören zum Repertoire. Und was zwei Vollblutmusiker mit Gitarre und Stimme bieten können, zeigten die beiden Kubaner mit Inbrunst und Professionalität. Mit langem Applaus belohnte das begeisterte Publikum die Künstler.

Als nächsten und letzten Gast hatte die WIR den jetzt in Rosenheim lebenden Allroundkünstler Eisi Gulp gewinnen können. Der schoss geradezu ein komödiantisches Feuerwerk ab und hatte mit Spott, Selbstironie und Körper- wie auch Wortakkrobatik das Publikum in seinen Bann gezogen. Gulp konnte mit ernsten Themen wie Altwerden oder Beziehungs- und Scheidungskrisen bei den Gästen Tränen hervorrufen, die aber allesamt Lach-Tränen waren.

So ging ein höchst vergnüglicher Abend zu Ende und wie jedes Jahr wurden alle Künstler noch einmal auf die Bühne gebeten und mit einer Rose und nochmals mit tosendem Applaus belohnt.

Werner Rösler, der wieder mit Charme, Witz und Einfühlungsvermögen durch das Programm geführt hatte, wurde dann selbst noch überrascht, weil die Stadträte der WIR, Bärbl Thum und Franz Weiland, verrieten, dass Rösler vor kurzem seinen fünfzigsten Geburtstag vollendet hatte und ihrem Vorsitzenden im Auftrag der Wählerinitiative Geschenke überreichten sowie ihm für seine Aktivitäten hinsichtlich „Kultur pur“ den Titel „Kulturbeutel“ verliehen.

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Stadtrat und Jahreshauptversammmlung

Hauptthema waren Berichte aus dem Stadrat und die Jahreshauptversammlung.Die Wählerinitiative Rosenheim (WIR) hat ihre diesjährige Jahreshauptversammlung durchgeführt. Vorsitzender Werner Rösler stellte in seinem Eröffnungsreferat fest, dass die WIR auch im vergangenen Jahr ihre Ziele programm- und satzungsgemäß verfolgt hat.
Im Stadtrat sei man in ruhigeres Fahrwasser gekommen, weil die großen Themen Panorama-Schwaig und WEKO, die von der WIR kontrovers diskutiert wurden, entschieden sind.
Die WIR begleitet den Stadrat kritisch und konstruktiv, insbesondere die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2010 begleitet.

Auch die Planungen zur Gestaltung des Bahnhofsgeländes würden ein möglichst einheitliches Auftreten der Stadtpolitik nach außen, insbesondere gegenüber der Bahn, erfordern. Hier verstehe sich die WIR zusammen mit den Grünen als Mahner und Vorantreiber bei einer bedeutenden städtebaulichen Maßnahme.

Auf dem Gebiet der Tempo-30-Überwachung und des Radverkehrs habe die WIR einige Erfolge zu verzeichnen, müsse aber permanent gegen Versuche aus den Reihen des Stadtrates ankämpfen, die erreichten Verbesserungen zu beseitigen oder zu verwässern, z.B. bei Geschwindigkeitskontrollen oder Angebotsstreifen für Fahrräder auf den Fahrbahnen.

Werner Rösler bedankte sich bei den WIR-Stadträten Bärbel Thum und Franz Weiland für die stetige engagierte Arbeit. Die beiden Stadträte gaben das Kompliment zurück und erklärten übereinstimmend, dass ohne die verlässliche Arbeit des gesamten WIR-Vorstands die Stadtratsarbeit nicht im notwendigen Ausmaß möglich gewesen wäre.

"Kultur Pur" 2005, mit heimischen Künstlern durchgeführt, begeisterte das Publikum im ausverkauften Theater. Das Markenzeichen "Kultur pur" ist seit Jahren der erfolgreichste Schwerpunkt der WIR-Kulturarbeit.

Turnusgemäß waren keine Neuwahlen durchzuführen. Dem Vorstand sowie der Kassenverantwortlichen Hellstern wurde von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt.

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Verkehr in Rosenheim, Dezember Mitgliederversammlung

Die Wählerinitiative Rosenheim (WIR) bedauerte in ihrer letzten Mitgliederversammlung, dass von Seiten der Stadtpolitik das Thema Verkehr lediglich auf den motorisierten Straßenverkehr reduziert werde. Die Vernachlässigung allgemeiner Verkehrsthemen sei wieder einmal durch die Absetzung der für November geplanten Sitzung des Verkehrsausschusses deutlich geworden. Auch die Ablehnung der Verabschiedung einer Stellplatzsatzung für Fahrräder durch die CSU-Fraktion im Stadtrat zeige, wie weit man von der Fahrradfreundlichkeit in Rosenheim mittlerweile entfernt sei. Die CSU stelle neue Angebotsstreifen für Fahrräder in Frage, obwohl statistisch nachgewiesen sei, dass diese Regelung sicherer sei, als die Anbringung von baulichen Radwegen. Auch die von der Verwaltung neu geplanten Radwege würden von der CSU sofort wieder in Frage gestellt, wie das Beispiel Klepperstraße zeige.

Armin Furtner ,zweiter Vorsitzender, berichtete von einer Veranstaltung des Rosenheimer Forums zum Thema Busbeschleunigung in der Innstraße. Hierbei sei deutlich geworden, dass die aktuellen Planungen wiederum einseitig den Autoverkehr bevorzugen, obwohl die ursprüngliche Variante wesentlich umweltverträglicher gewesen wäre.

Erfreulicher als das Thema Verkehr seien in Rosenheim die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2010. Stadträtin Thum berichtete zur Entwicklung der Planungen und nannte den jetzt vorliegenden Entwurf klar und richtungsweisend. Besonders wurden von der Versammlung die geplanten barrierefreien Zugänge und Wege aus der Altstadt zu den Flüssen begrüßt, während auf Unverständnis stieß, dass ausgerechnet die ÖDP sich im Stadtrat ständig gegen die Landesgartenschau ausspreche.

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Stadrat und Kommunalpolitik: zu Landesgartenschau, Radwegen und Bibliothek

Stadrat und Kommunalpolitik im weiteren Sinn waren Thema in der letzten Mitgliederversammlung der Wähler-Inititative Rosenheim (WIR) stellte Vorsitzender Werner Rösler erfreut fest, dass in der Rosenheimer Stadtpolitik einige positive Entwicklungen zu verzeichnen seien, die zurecht von der WIR unterstützt würden.

Werner Rösler nannte hierbei die Beibehaltung der Buslinienführung Am Stocket, die beschlossenen Radfahrangebotsstreifen in der Hubertusstraße, den Bau von Radverkehrsanlagen in der Westerndorfer Straße, den Realisierungswettbewerb zur Sanierung der Prinzregentenschule und die bisherigen Planungen zur Landesgartenschau 2010.

Zusammen mit den Stadträten der Grünen seien von den WIR-Stadträten einige Anträge im Stadtrat gestellt worden, z.B. zur Nachfolge einer Bibliothekarin in der Stadtbibliothek. Der Antrag plädiere für eine Vollzeitstelle, weil die großartige Erfolgsgeschichte der Stadtbibliothek durch Personalüberlastung nicht gefährdet werden dürfe.

Ein von Stadtrat Weiland ausgearbeiteter Satzungsentwurf für eine Fahrradstellplatzsatzung soll mit dazu beitragen, dass der Stellenwert der Fahrräder in der Stadt wieder ansteigt.

Erfreulich sei auch, dass aufgrund eines Dringlichkeitsantrags das Thema Radweg Prinzregentenstraße in einer Sondersitzung behandelt werde. Die Stadtratsgruppe Grüne/WIR habe schließlich die Gefährlichkeit der beschlossenen Variante vorausgesagt und sei jetzt durch dramatische Unfälle bestätigt worden, so dass der Antrag nur konsequent sei.

Die Stadträte Thum und Weiland erläuterten die Stellungnahme des Stadtrats zum Raumordnungsverfahren für ein Hiendl-Möbelhaus in Raubling, wobei die beiden Stadträte daran erinnerten, daß die WIR die sich abzeichnende negative Entwicklung im Rosenheimer Süden in der Auseinandersetzung um das Möbelhaus WEKO schon 1999 vorausgesagt habe.

Auch in der Ablehnung des Projekts "Rosenheim Arcaden" auf dem Bahnhofsgelände sind sich die WIR-Stadträte mit der Stadtratsmehrheit einig. Allerdings müsse die Stadt endlich ihre Vorstellungen und Vorschläge präsentieren, um das wertvolle Bahngelände stadtverträglich zu gestalten. Ein entsprechender Bebauungsplan müsse aufgestellt werden, so Bauausschussmitglied Bärbl Thum.

Abschließend diskutierte die Versammlung Für und Wider der Argumente zum anlaufenden Volksbegehren Mobilfunk. Insbesondere im Hinblick auf die rechtlich schwache Position der Kommunen, die bislang über Standorte von Mobilfunkantennen nicht einmal informiert werden müssen, wurde beschlossen, das durch die ÖDP initiierte Volksbegehren von seiten der WIR zu unterstützen.

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Kriegsende - selbst SPD Lakowski sieht weg

In der letzten WIR-Mitgliederversammlung waren die Anwesenden verwundert, ja verärgert, dass der Rosenheimer Stadtrat nicht in geeigneter Weise des Kriegsendes vor 60 Jahren gedenken will. Es sei sehr befremdend, so wurde geäußert, dass man anläßlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom verbrecherischen Nazi-Regime nicht von offizieller Stelle in unserer Stadt der Opfer dieses Regimes gedenken will; sei es der verjagten und ermordeten jüdischen Mitbürger oder der durch die letzten Bombenangriffe der Alliierten im April 1945 ums Leben gekommenen Stadtbewohner.

Dass die SPD, deren Mitglieder selbst von den Nazis verfolgt wurden, sich in Rosenheim der Mehrheit derer anschließt, die dieses Thema lieber nicht ansprechen, erscheint unverständlich.

Allerdings markierten die polemischen Äußerungen von Andreas Lakowski die lokal begrenzte Denkrichtung der Rosenheimer RathausSPD, die der SPD-Stadtrat gegenüber Gruppe Grüne/WIR von sich gab.

Als positiv zur Stadtratspolitik wurde bewertet, dass die Landesgartenschau mit der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages auf den Weg gebracht sei. Die WIR ist mit Stadträtin Bärbl Thum im Aufsichtsrat vertreten.

Im Gegensatz zur SPD, die ihre zwiespältige Haltung durch ihre Position zum Maroxgelände und der Verlängerung der dortigen Pachtverträge zum Ausdruck gebracht habe, stünde die WIR mit allen Mitgliedern hinter der Landesgartenschau und werde versuchen, eigene Ideen und Anregungen mit einzubringen.

Auf die Frage der Versammlung, welche Ergebnisse der letzte Verkehrsausschuss gebracht habe, konnte Stadtrat Weiland als Ausschussmitglied nur berichten, die Sitzung sei ersatzlos ausgefallen. Ironisch fügte er hinzu, das sei wohl ganz normal, weil es in Rosenheim ja gar keine Verkehrsprobleme gebe. Vielleicht sei die Sitzung aber auch ausgefallen, weil man mit kritischen Fragen habe rechnen müssen, etwa zur Verlegung der Buslinie 1 oder zum bislang nicht umgesetzten Stadtratsbeschluss auf Überwachung der Tempo-30-Zonen oder zu den Fahrrad-Unfällen an der Prinzregentenstraße. Den 300.000 Euro teuren Radweg Prinzregentenstraße nannte Weiland eine unsinnige Maßnahme, weil es eine billigere und viel sicherere Alternative gegeben habe. Nunmehr werde in der Innstraße ein ähnlicher Fehler gemacht, wo man auf Druck der Autolobby auf eine vorhandene gute Planung verzichte zu Lasten der Sicherheit von Radfahrern.

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Riedergarten und Bäume, Verkehr, Kosten und Beruhigung

Die Mitgliederversammlung der Wählerinitiative Rosenheim (WIR), die Vorstandsmitglied Gert Fiedler leitete, befasste sich mit zahlreichen aktuellen Themen der Stadtpolitik.

Das Eingangsthema Riedergarten erhitzte die Gemüter. Es wurde aus Verlautbarungen des städtischen Umweltamtes zitiert, wonach Bäume unersetzbar seien. Sie würden eine Stadt erst lebenswert machen. "Gemeinsam", so heißt es, "wollen wir möglichst viele Bäume erhalten". Versammlungsleiter Gert Fiedler warf die Frage auf, warum die Stadt Geld für Baumbroschüren ausgebe und eine Baumschutzverordnung erlassen habe, wenn sie selbst zum Kahlschlag im Riedergarten aushole. Stadtrat Franz Weiland bestätigte den Sachverhalt und verwies darauf, dass die WIR-Stadträte zusammen mit den Grünen zunächst die Fällarbeiten habe stoppen können und sicherte zu, alles für den Erhalt der Bäume im Riedergarten zu tun.

Auf die Frage nach dem Stand der Trasse Panorama-Schwaig berichtete Franz Weiland, er habe im Stadtrat darauf hingewiesen, dass die Aufnahme der Bauarbeiten derzeit ein erhebliches Kostenrisiko für die Stadt darstelle. Aber Kosten würden bei diesem Thema keine Rolle spielen und so hätten CSU- und SPD-Fraktion mit wenigen Ausnahmen die Bedenken beiseitegewischt. Zwischenzeitlich habe die Stadt aber doch einsehen müssen, dass man nicht so einfach nur die Befürworter der Trasse bedienen könne.

Gert Fiedler berichtete über die in einer Bürgerversammlung angesprochenen Probleme in der Mangfallstraße und seine Teilnahme an einer Ortsbesichtigung mit Vertretern der Stadt und der Polizei an neuralgischen Punkten in dieser Straße. Er bedankte sich bei der Ausschussgemeinschaft Grüne/WIR, die mit einem Dringlichkeitsantrag für die Schaffung eines Fußgängerübergangs am Edeka-Geschäft und die Verlegung der Bushaltestelle an diese Stelle reagiert habe. Eine Tempo-30-Regelung im Bereich der Mangfallstraße hielt die Versammlung für erforderlich.

Abschließend wurde nach einem Sachbericht zum Thema Grundwasserentnahme am Hofstätter See beschlossen, dass die WIR die Schutzgemeinschaft für Hofstätter und Rinser See gegen die Planungen der Stadtwerke unterstützt.

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Jahreshauptversammlung 2005 der WIR

Bei der Jahreshauptversammlung der WIR (Wählerinitiative Rosenheim) begrüßte der Vorsitzende Werner Rösler zahlreiche Mitglieder und Gäste. In seinem Geschäftsbericht führte Werner Rösler aus, dass die WIR wieder auf ein aktives Jahr zurückblicken könne.

Er dankte den beiden Stadträten Bärbl Thum und Franz Weiland für den großen Einsatz an Zeit und Kraft für die politische Arbeit und hob die gute und positive Zusammenarbeit in der Ausschussgemeinschaft mit den Stadträten der Grünen hervor.

Anschließend stellte Schatzmeisterin Wilhelmine Hellstern den Kassenbericht vor und die Versammlung konnte sich von einer soliden finanziellen Basis überzeugen. Kassenprüfer Richard Hofbauer bestätigte die korrekte Kassenführung und auf Antrag von Sabine Hauswirth wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet.

Die turnusmäßige Neuwahl ergab: Einstimmig wurden Werner Rösler wieder zum 1. Vorsitzenden und Armin Furtner zum 2. Vorsitzenden gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind wie bisher Gerd Fiedler, Schriftführer, Josefine Kohwagner, Pressesprecherin und Wilhelmine Hellstern, Schatzmeisterin. Als zweiter Kassenprüfer wurde Bernhard Kofler gewählt.

Im Anschluss an die Wahl berichtete Bärbl Thum zum Thema Landesgartenschau. Den Sitz der Stadtratsgruppe Grüne/Wir im Aufsichtsrat hat Bärbl Thum und so bietet sich die Gelegenheit, aktiv mit zu gestalten.

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Stark in 2004 - stärker in 2005 die WIR

In der letzten Sitzung des Jahres der Wähler-Initiative Rosenheim (WIR) bezeichnete Vorsitzender Werner Rösler, die endgültige Beschlussfassung des Stadtrates zur Tempo-30-Überwachung ab Frühjahr 2005 als größten Erfolg für die WIR im vergangenen Jahr. Stadtrat Franz Weiland warnte jedoch vor Euphorie. Nachdem die WIR sich 15 Jahre für die Tempoüberwachung im Interesse von Kindern und alten Mitbürgern eingesetzt habe, komme es 2005 darauf an, auf die Intensität der Tempokontrollen zu achten. Er befürchte, so Weiland, dass man Kontrollen nur in reduziertem Umfang durchführen wolle. Erfolg brächte jedoch nur konsequentes Überwachen insbesondere vor Schulen, Kindergärten und Altersheimen. Die WIR werde den Vollzug der Tempokontrolle genau beobachten müssen, da bei CSU und Republikanern immer noch Vorbehalte gegen Tempo-30-Überwachung geltend gemacht würden. Mit Spott reagierte Weiland auf die Weigerung des Verkehrsausschusses, an den Fußgängerüberwegen zu Grund- und Hauptschule Fürstätt bauliche Veränderungen vorzunehmen. Die vom Tiefbauamt geäußerten Befürchtungen, dass Aufpflasterungen Straßenschäden hervorrufen würden, seien erstaunlich, weil im Verkehrsausschuss noch nie über Schäden bei Aufpflasterungen in anderen Straßen berichtet wurde. Es sei schon bemerkenswert, mit welchen Argumenten man den berechtigten Wunsch von über 500 Mitbürgern abtue.

Stadträtin Bärbl Thum bemerkte zu dieser Problematik, daß wohl kein prominenter Name unter den Unterzeichnern gewesen sei. Denn wenn dies der Fall sei, sehe die Sache ganz anders aus. So sei ihr von Bürgern berichtet worden, dass auf Intervention des ehemaligen Stadtrats Dinglreiter jun. die Stadt sich mit einer Verlegung der Buslinie 1 beschäftige. Dem Vernehmen nach fühle sich Herr Dinglreiter von den Bussen gestört. Sollte er sich damit durchsetzen, werde die WIR mit allem Nachdruck die Bürger unterstützen Neben den Anliegern am Stocket sind dies auch viele Friedhofsbesucher, die von der geplanten Linienverlegung benachteiligt würden, die dann zu einem weiten Fußweg zun anderen Haltestellen gezwungen wären. Es könne nicht angehen, daß Verkehrsbelastungen nur nichtprominenten Bürgern aufgebürdet werden, meinte die Stadträtin. Wenn die Linie 1 verlegt würde, wäre das ein Präzidenzfall, dann müsste man sich gleich von der Nahverkehrsversorgung in den Stadtteilen verabschieden.

Daß das geplante Kinderhaus in Aising aufgegeben worden sei, konnten die WIR-Mitglieder nicht nachvollziehen. Nachdem die GRWS das Kinderhaus fertig geplant habe, was die WIR-Stadträte bestätigten, müsse auch die Finanzierung von der GRWS festgestanden haben. Wenn nun die Regierung von Obb. die zugesagte Förderung nur gegenüber der Stadt, aber nicht gegenüber der GRWS leisten könne, dann bräuchten ja nur Planung und Finanzmittel von der GRWS auf die Stadt übertragen werden. Also sei der Hinweis auf die Regierung nur vorgeschoben und in Wirklichkeit wolle man das Kinderhaus nicht, war sich die Versammlung einig.

Vorsitzender Werner Rösler bedankte sich bei den beiden WIR-Stadträten für ihre intensive Arbeit und lobte deren erfolgreichen Einsatz für Verbesserungen für Radfahrer im Bereich der Neugestaltung der Innstraße. Mit einer besinnlichen Weihnachtsgeschichte ließ Rösler die Versammlung ausklingen .

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Leckerbissen aus der Kleinkunstszene

Kultur pur bei der Wählerinitiative Rosenheim

Bereits zum neunten Mal führte die Wählerinitiative (WIR) ihr alljährliches Kulturfest "Kultur pur - Leckerbissen aus der Rosenheimer Kleinkunstszene" durch. Werner Rösler, WIR-Vorsitzender, präsentierte als gut gelaunter Conférencier das Programm in der neuen Heimat des "Theaters am Markt" in der Chiemseestraße.

Stilvoll spielte Brassecco zum Auftakt und schwungvoll zeigte das Quintett, warum es Bundessieger bei "Jugend musiziert" wurde. Dass die Blechbläser nicht nur mit klassischen und barocken Werken glänzen können, bewiesen Sie mit einem vielbejubelten Charleston. Brassecco erinnert wirklich an einen Prosecco, frisch und spritzig und gern genossen, wie der Beifall zeigte.

Darauf folgten die leisen Töne des Duos Ton-Satz. Die Töne entlockte Martin Kärcher aus Saiten- und nicht alltäglichen Klanginstrumenten. Je nach Ausdruck begleiteten oder unterstrichen sie die Wirkung der Sätze von Christian Müller. Seine Texte meist Liebesgedichte sind gelungene Wortmalereien, die zusammen mit Martin Kärchers Tonschöpfungen die Zuschauer fesselten. Der Dank für die Faszination war eine heftig erklatschte Zugabe.

Chris Blunser strapazierte als stimm- und wortgewaltiger Kabarettist das Zwerchfell der Gäste. Frisch pointierte er die Tücken des Alltags und spitzte die Unvereinbarkeit von männlicher und weiblicher Logik humorvoll zu.

Nach der Pause stellte Werner Rösler ein Duo vor, dass einen musikalischen Eintopf aus "Jazz, Spanisch, Klezmerisch und Balkaneskem" servierte. In der "Ich und Du GmbH" geben Reinhard Roller am Akkordeon und Clemens Wagner "den Ton an". Und tatsächlich passte das musikalische Ereignis in keine Schublade. Reinhard Roller, bekannt als Mitglied der Klezmerband "Zwetschgendatschi" und Clemens Wagner bereiteten Ihren Eintopf so virtuos zu, dass das Publikum applaudierte und jubelte und gar nicht genug bekommen konnte.

Akrobatisches aus Rosenheim folgte. Das Publikum staunte und glaubte sich ins Zirkuszelt versetzt, als Veronika Benkert mit ihrer Jonglage-Einrad-Show zu den Trommelklängen von Claus Hotter artistische Kunststücke bot. Die junge Frau verwandelte sich mit beleuchtenden Bändern in geometrische Figuren oder wirbelte mit Seilen, Keulen und Stöcke über die Bühne. Mit der akustischen Unterstützung von Claus Hotter überwand sie beim Einrad - Seilhüpfen scheinbar die Schwerkraft. Die Zuschauer fieberten mit und waren begeistert.

Mit einem Feuerwerk voller Pointen wurd's zum Schluss noch mal politisch. Peter Kirmair loggte sich bei der Rosenheimer Kommunalpolitik ein und keine politische Richtung entging seinem Spott. Mit seinem Plakat zur Kampagne "Saubere Stadt" fuhrwerkte der glänzend aufgelegte Schauspieler auf der Bühne. Radfahrer, Bahnpendler und japanreisenden Stadträte porträtierte er mit den Augen des Kabarettisten. So gut, dass Peter Kirmair sich unter Ovationen des mitgerissenen Publikums verabschiedete.

Zum Ausklang gratulierte Werner Rösler den Künstlern zu ihren tollen Auftritten, verabschiedete das sympathische Publikum und dankte allen für die erfolgreiche Veranstaltung - hoffentlich nur bis zum nächsten Mal.

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Kultur pur 2004 - Kartenvorbestellung ab 1. 11.

Die Wählerinitiative Rosenheim veranstaltet am 16. November 2004 um 20:00 Uhr Kultur pur 2004. Die WIR lädt zu Leckerbissen aus regionaler Kleinkunst in das Theater am Markt OST, Chiemseestraße 31, Rosenheim.

Immer frisch und offen, blickt Kultur pur auf eine 9-jährige Tradition. Die Veranstaltungen sind regelmäßig ausverkauft. Vorbestellungen beim Theater am Markt OST ab 1. November unter Tel: 08031/234180.

Hier, auf unserer Seite erinnern wir Sie an die Vorbestellung.

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Jahreshauptversammlung 2004 - WIR sind erfolgreich-

Bei der Jahreshauptversammlung der WIR (Wählerinitiative Rosenheim) begrüßte der Vorsitzende Werner Rösler die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste.

Bei seinem Geschäftsbericht führte Werner Rösler aus, dass sich die Situation der WIR im letzten Jahr erheblich verbessert habe. Als wichtigsten Punkt nannte er das gemeinsame Fraktionsbüro mit den Grünen am Esbaum.

Nach einer gelungenen Eröffnungsfeier wird das Büro von den Mitgliedern und Bürgern gut angenommen und die WIR kann eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verzeichnen.

Werner Rösler bedankte sich bei den Stadträten Bärbel Thum und Franz Weiland für den erfolgreichen Kampf um den Erhalt des Hauses Kellerstraße 10 und um die Einführung der Tempo-30-Überwachung.

Fast 15 Jahre lang mussten die beiden Stadträte argumentieren und immer wieder nachbohren, bis sich Stadtrat und Verwaltung dazu durchringen konnten, die Tempo-30-Überwachung einzuführen.

Weiter führte Werner Rösler aus, dass die Aktivitäten der WIR in letzter Zeit vor allem auf die Themen "Bahnhofsgelände" und "Landesgartenschau" gerichtet waren, was auch in Zukunft noch viel Einsatz verlange. Wenn sich auch am Banhofsgelände der Investor zurückgezogen hat, so ist es dennoch dringend erforderlich, Ideen für Planungen zu entwickeln, die die Stadt lebenswert machen und nicht immer mehr Handelsketten anziehen. So ist auch die Landesgartenschau eine einmalige Chance für Rosenheim, die unbedingt zu nutzen sei.

Als großen Erfolg des letzten Jahres wertete der Vorsitzende das schon traditionelle Kulturfest "Kultur pur", das wie jedes Jahr ausverkauft war. Leider fand es zum letzten Mal im Theater am Markt statt.

Nach einer regen Aussprache, bei der die Versammlung dem Vorsitzenden ein großes Lob für dessen hervorragende, uneigennützige Arbeit aussprach, stellte Frau Wilhelmine Hellstern den Kassenbericht vor, der vom Kassenprüfer Ludwig Rotter als perfekt bestätigt wurde. Die Versammlung wählte als weiteren Kassenprüfer Herrn Bernhard Opperer.

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Nur noch Hochglanz ?

Ganz gleich, wo man hinschaut, ob es die herausgeputzten Gebäude sind, die Hochglanzgeschäfte, unsere Hochglanzmanager, oder Hochglanzpolitiker, alles wird auf Hochglanz poliert. Nicht zu vergessen die etwas verwirrenden Hochglanzstellenangebote, deren Wortspiel sowieso die Mehrheit nicht versteht.

Alles soll noch schöner, noch trendiger und kultiger werden. Ich frage mich oft für wen? Für den Durchschnittsbürger - und das ist der Großteil - sind die Mieten schon viel zu hoch, und machen nicht selten 50% des Lohns aus. Wohl demjenigen, der noch in einem Altbau wohnt! Der kann wenigstens noch den Kitt aus den Fenstern fressen, was bei Kunststofffenstern schwierig wird.

Oft gehen die so genannten „Marketingkonzepte“ nicht auf, da es einen Faktor gibt, der bei manchen Eingriffen nicht mithalten kann. Der Faktor heißt „Mensch“. Hier würde ich zum Beispiel als Mensch Hans Anker mit seiner „Theaterschenke“ nennen, der mit seiner Truppe und den dazugehörigen Gästen ein neues „Marketingkonzept“ wohl nicht überlebt. Es überlebt anscheinend in unserer Hochglanzgesellschaft nur der trendige, yuppige, innovativ motivierte IT-Arbeitnehmer, nicht über 30 Jahre alt, aber mit mindestens 20-jähriger Berufserfahrung. Vermeiden Sie, sich als Handwerker oder Hausfrau zu outen, so was schickt sich nicht.

Es gibt nur einen Unterschied zwischen der gut ausgebildeten, hochmotivierten Managerriege und einem normalen Handwerker. Der Handwerksmeister, wenn er einen Fehler macht, wird seines Lebens nicht mehr froh. Der Manager, wenn er Fehler macht, wird erst dann seines Lebens froh.

Thomas Breit
(veröffentlicht im OVB vom 29.01.2004)

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Theater am Markt vor der Schließung?

Eine erschreckende Meldung. Nicht nur für den Wirt und den Theaterverein. Viele Gäste genießen - wie ich - seit vielen Jahren das spezielle Ambiente dieser Lokalität und das gelunge Konzept, Kneipe und Kultur miteinander zu verbinden.

Wo gibt es in Rosenheim vergleichbares?

Wir brauchen keine weitere durchgestylte Schicki-Micki-Kneipe, die für ein paar Monate floriert, bis die Karavane weiterzieht.

Natürlich gibt es manches, was man verbessern könnte. Wenn das wesentlich gewesen wäre, gäbe es das Theater am Markt nicht seit 20 Jahren.

Die genannten Punkte Lüftung, Sanitär und Schallschutz sind genau die, die einem selbst bei Renovierungsbedarf einfallen.

Wenn nicht gegen Bestimmungen bezüglich Sicherheit und Hygiene verstoßen wird, sollten die Umbaumaßnahmen nicht dazu führen, einen Mieter nach 20 Jahren zur Aufgabe zu zwingen.

Wer registriert nicht das Kommen und Gehen bei vielen anderen Lokalen? So möchte ich meinen, ist die Auerbrauerei froh, einen solch zuverlässigen Mieter zu haben.

Wenn es hilft ein Zeichen für Hans Anker und den Theaterverein zu setzen, dann werde ich gern Fördermitglied und hoffe auf viele Gleichgesinnte!

Werner Rösler, Rosenheim

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Nicht kaputt sanieren

Zum Leserbrief von Werner Rösler zur bevorstehenden Schließung der Theaterschenke.

Den Ausführungen von Herrn Rösler ist voll zuzustimmen. Darüber hinaus müssen das Theater am Markt und die Theaterschenke da bleiben, wo sie jetzt sind.

Diese Institution gehört nach Alt-Rosenheim und es ist zynisch, ihr nahezulegen, einen anderen geeigneten Ort zu suchen. Dies, wie auch ein Kaputtsanieren wäre das Aus für diese in Rosenheim einmalige Einrichtung.

Sollte es wirklich so sein, dass eine so alteingesessene Brauerei wie die Auerbrauerei nur an das Ökonomische und nicht an das kulturelle, traditionelle und hoffentlich weiterhin lebenswerte Rosenheim denkt?

Dr. Günther Weigl sen.

(Veröffentl. im OVB 10.01.2004)

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Kultstätte der Kleinkunst

Die immer wieder liebevoll hergerichteten Räumlichkeiten des Theaters am Markt sind so etwas wie ein Juwel in der Rosenheimer Kneipenszene. Hier fühlt man sich wohl, hier stimmen das Konzept, die Preise und das Publikum. Daran haben speziell der Wirt Hans Anker und sein Team wesentlichen Anteil. Was seit 20 Jahren funktioniert hat, kann doch nicht plötzlich so marode sein, dass man 300000 Euro investieren muss? Vermutlich sagen die Steuerberater der Auerbrauerei, dass investiert werden muss, um Steuern zu sparen. Aber kaputtverbessern? Eine Brauerei ist kein Sozialunternehmen, aber eine 20- jährige Verbindung zerstören und eine "Kult(ur)stätte" Rosenheimer Kleinkunst beerdigen?

Claudia Rösler
Rosenheim

(Veröffentl. im OVB 13.01.2004)

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Vielleicht doch eine Lösung?

Vor 20 Jahren besuchte ich meine erste Theatervorstellung im "Theater am Markt". Das war lange, bevor der Hofbräu wiederentdeckt wurde. Im Altstadtkern gab es ein paar Diskotheken, und kulturelle "Höhepunkte" waren die Volksstücke im Kolpinghaus sowie Veranstaltungen in der Stadthalle.
Zu dieser Zeit hatten sich engagierte Theaterleute zusammengetan und boten in der "Theaterkneipe" regelmäßige Vorstellungen. Die Stücke waren anspruchsvoll, und die Bewirtung nach der Aufführung musste sich nicht hinter der schauspielerischen Leistung der Darsteller verstecken. Ich erinnere mich an meinen ersten Theaterabend dort noch, als ob es gestern gewesen wäre. Es wurde "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" gegeben. Die Schauspieler spielten mit einer Eindringlichkeit, dass einem der Atem stockte. Am Ende des Stücks war es minutenlang mucksmäuschenstill im vollbesetzten Zuschauerraum. Ergriffen starrten alle auf das Schlussbild, bis frenetischer Applaus einsetzte.

Seit diesem Abend habe ich regelmäßig und gern den unterschiedlichsten Aufführungen beigewohnt. Nach dem Stück kann man noch gemütlich beisammen sitzen, bei gutem Essen und einem guten Glas Rotwein über die Inszenierung plaudern. Das "Theater am Markt" gehört in dieser Konstellation in den schönen alten Räumlichkeiten zum Rosenheimer Kulturgut. Es wäre sehr schade, wenn es nach der Renovierung durch die Auerbräu AG nicht mehr finanziert werden könnte.

Ich bitte daher alle Leser eindringlich, sich an der Förderung des Theatervereins zu beteiligen. Für einen Jahresbeitrag von nur 60 Euro kann man Mitglied werden. Vielleicht fällt ja auch der Auerbräu eine gute Lösung ein, diese engagierten Menschen, die sich seit Jahren um das Rosenheimer Kulturangebot bemühen, tatkräftig zu unterstützen.

Helmut Seifried

(Veröffentl. im OVB 15.01.2004)

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Prädikat „Heilbad“ für Bad Aibling wackelt, trotz Umgehungsstraße 2002

- Ähnlichkeiten zu Rosenheim?

 

Verkehr war das Thema der letzten Mitgliederversammlung der WIR.

Zur Trasse Panorama-Schwaig äußerte der Vorsitzende Werner Rösler die Sorge, dass die bisher ausgegebenen Millionen Euro nicht das Ende sind. Die WIR sieht deutliche Anzeichen, dass zusätzliche Mittel für weitere Planungen und Maßnahmen für diese Trasse sinnlos seien.

Unglaubwürdig sei die Stadt hinsichtlich der stets behaupteten Finanznot, wenn man eine Straße finanziere, für die der Freistaat Bayern zuständig ist.

In der Versammlung wurde berichtet, dass in Bad Aibling trotz der 2002 fertig gestellten Umgehungsstraße die Situation im Stadtgebiet unverändert sei. Lärm und Luftreinheit sind dort weiterhin äußerst kritisch. Dies soll bei der Regierung von Oberbayern zu Überlegungen geführt haben, der Kurstadt das Prädikat "Heilbad" abzuerkennen. Die Parallele zu Rosenheim ist, dass Ziel- und Quellverkehr einen Großteil des Verkehrsaufkommens verursacht.

Noch sind Alternativen für Rosenheim möglich. Es ist das in anderen Städten erfolgreiche Stadtbahnprojekt. So ist auch „RoRegio“, so der vergleichbare Konzeptentwurf für Rosenheim, wirksamer als Straßenneubau. Dass sich die Stadtrats-CSU traut, „RoRegio“ „...für alle Zukunft..." auszuschließen, sei schon erstaunlich. So geschehen in der letzten Stadtratssitzung laut den Stadträten Bärbel Thum und Franz Weiland. Bemerkenswert eben, mit welcher Brille die CSU-Stadtratskollegen in die Zukunft blicken, während andernorts Unionspolitiker Stadtbahnsystemen eine große Zukunft prophezeien.

Stadtrat Franz Weiland, der sich bereits seit 15 Jahren intensiv um eine Tempo-30-Überwachung in Rosenheim bemüht, zeigte sich sehr verärgert über die andauernde Verzögerung der vom Verkehrsausschuss längst beschlossenen Tempo-Überwachung. Die Argumente der Tempo-30-Gegner in der letzten Stadtratssitzung seien geradezu zynisch. Franz Weilands meint, es sei einem Teil der Stadträte der Geldbeutel der Raser wichtiger als die Sicherheit von Kindern und alten oder behinderten Menschen.

Ebenso ärgerlich sei das Thema Fahrradweg Prinzregentenstraße. Wegen einiger Parkplätze verzichte man auf die sichere und kostengünstige Lösung eines auf der Straße markierten Fahrradstreifens. Die CSU-Mehrheit im Verkehrsausschuss plädiere derzeit mit einem eigenen Radweg ohne einheitliche Führung und mit besonderen Risiken im Linksabbiegeverkehr für eine gefährliche Lösung, die zudem 1,2 Millionen Euro an Steuergeldern verschlingt.

Im Verlauf der Versammlung beklagte Stadträtin Bärbel Thum den Zustand des Riedergartens und verwies auf den Antrag der Stadtratsgruppe Grüne/WIR, mit dem die Neugestaltung des Riedergartens gestoppt werden soll, weil den Verantwortlichen offensichtlich jede Sensibilität für eine historische Grünanlage in Rosenheim fehle.

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Barrierefrei - WIR besucht Integratives Wohnprojekt

Um sich ein Bild vom Stand des "Integrativen Wohnprojekts Schießstattstraße Rosenheim" zu machen, tagte die Wählerinitiative Rosenheim (WIR) in der Begegnungsstätte "Treffpunkt Grenzenlos", die als Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderung und Senioren dient.

WIR-Vorsitzender Werner Rösler bedankte sich bei Maria Bergmann für ihr unermüdliches Engagement als Vorsitzende des "Fördervereins Integriertes Wohnen Schießstattstraße" und gratulierte ihr zu den Erfolgen beim Einsatz für soziale Belange in Rosenheim und zum 80. Geburtstag. Sichtlich bewegt, aber kampfeslustig berichtete Frau Bergmann über ihre Tätigkeit und insbesondere über die weiteren Ziele des Vereins.

Anschließend erläuterte Fachdienstleiter Jakob Brummer von der "Caritas-Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung" Aufgaben und Tätigkeit dieser Einrichtung.

Deren Ziel ist es, auch schwerbehinderten Menschen ein - selbstbestimmtes - Leben außerhalb von Heimen in mitten der Gesellschaft zu ermöglichen. Brummer wies auf die nunmehr existierenden 80 barrierefreien, rollstuhlgerechten Wohnungen in der Schießstattstraße hin und darauf, dass diese Wohnungen bevorzugt an Menschen mit Behinderung und Senioren vermietet oder verkauft seien.

Anhand von aktuellen Dia´s wurde anschaulich verdeutlicht, dass alle Häuser der Wohnanlage mit rollstuhlgerechten Aufzügen ausgestattet sind, mit geräumigen Wohnungen, barrierefreien Duschen und Bädern und einem ebenfalls barrierefreien Umfeld.

Brummer schilderte auch die Freude, mit der in der Begegnungsstätte "Treffpunkt Grenzenlos" Senioren und Behinderte aus Rosenheim und aus der Region die Möglichkeit für Treffs, Musikveranstaltungen, Vorträge und Feste wahrnehmen.

Den Zuhörern deutlich, wie einmalig dieses Wohnprojekt im Raum Rosenheim und wie existentiell wichtig die Betreuung und Begleitung der Caritas für die Bewohner ist. Die Caritas ermögliche und sichere mit ihren Einrichtungen das integrierte Wohnen, insbesondere durch eine 24-Stunden-Rufbereitschaft, durch ambulante Pflege- und Assistenzdienste für schwerbehinderte Menschen und durch Kontakte und Beratung.

Brummer wies auf die aktuellen Finanzprobleme der sozialen Träger hin und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die vorgenannten Aufgaben auch künftig im Sinne der schwerbehinderten und alten Menschen finanziert werden können.

Sollte dies nicht mehr möglich sein, würde den Menschen existentielle Hilfe vorenthalten und Kosten würden lediglich verlagert, aber nicht eingespart.

Herzlicher und begeisterter Applaus dankte dem Referenten für seine Ausführungen und Stadtrat Franz Weiland sicherte ihm auch namens seiner Stadtratskollegin Bärbel Thum alle erdenkliche kommunalpolitische Unterstützung zu.

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Kleinkunst auf hohem Niveau

"Kultur pur - Leckerbissen aus der Rosenheimer Kleinkunstszene" wurde zum 8. Mal von der Wählerinitiative Rosenheim (WIR) im Theater am Markt präsentiert. Werner Rösler, Vorsitzender der WIR, führte vor wieder ausverkauften Haus durch ein vielfältiges Programm.

Stürmisch und lautstark ging es mit der Gruppe "Irish dancing feet " los. Zu traditioneller irischer Volksmusik steppte die Gruppe mit verwirrenden Schrittfolgen, und dabei ruhigbleibendem Oberkörper. Das Publikum war begeistert, und forderte und bekam eine Zugabe.

Die junge Tanja Freiberger überraschte die Zuhörer mit einer ganz anderen Seite des Akkordeons, welches die meisten nur als Volksmusik- und Unterhaltungsinstrument kennt. Die Preisträgerin aus Landes- und Bundeswettbewerben von "Jugend musiziert" verzauberte mit Ihrem klassischem Repertoire.

Die gelernten Clowns Emmeran Heringer und Stefan Pillokat schlüpften dieses Jahr in die Rolle der "Gebrüder Karamasof" und brachten das Publikum mit ihren gut einstudierten und liebenswert komischen Szenen zum Lachen. Dabei überraschten sie auch mit feinen artistischen Leistungen.

Vor der Pause konnte Margarete Mouqqadim beweisen, dass man Bauchtanz auch weg von Klischees kulturell-authentisch und doch zeitgemäß darstellen kann. So waren unter anderem ein arabischer Flamenco und ein arabischer Salsa zu sehen. Dazwischen schaffte sie es erstaunlich schnell ihre Garderobe zu
wechseln. Beeindruckend die fließenden Bewegungsabläufe und die Detailbewegungen bis zum kleinen Finger.

Bühne frei für die Simsgaubühne aus Söchtenau hatte hier eine ganz andere Bedeutung. Der Großteil des Stücks aus dem "Almröserl" wurde von den Hauptdarstellern im Publikum gespielt. Humor (ein Zuschauer mußte die aufgehende Sonne mit einer Laterne spielen) und Ernst wechselten einander ab. Besonders intensiv wurde die Rolle des Jennerwein von Charly Furtner gespielt, seine Zerrissenheit zwischen Freund und Obrigkeit, arm und reich, zur Zeit des "siebzger Kriegs".

" Steckerlfisch & Schlagsahne" ließen nunmehr kein Auge trocken.Erst stellten sie abstruse Situationen bei der Vorbereitung auf eine Trauerfeier da, dann glänzte Angelika Aschbacher als verfressenes Eheweib von Christian Haller. Höhepunkt die Situation, als sie beim Baden vorbeischwimmenden Enten, und einer vorbeifliegenden Möwe das Futter wegschnappt.

Den Abschulß bildeten noch einmal Stefan Pillokat und Emmeran Heringer mit einem bei uns eher selten zu findenden Maskenspiel. Allein schon die von Heringer selbst hergestellten Masken reizten zum Lachen.Die Situation eines Kindes beim Arztbesuch wurde ohne Worte, und trotzdem für jedermann verständlich, herrlich dargestellt.

Zum Abschluß versammelte Rösler nochmal alle Künstler auf die Bühne für einen lang andauernden Schlußapplaus. Nicht wenige meinten, heuer den Höhepunkt von acht Jahren "Kultur - pur " gesehen zu haben.

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WIR: Pläne für Landesgartenschau intensivieren

Realisierungspläne für Landesgartenschau (LGS) in Rosenheim sollen intensiviert werden. Das fordert jedenfalls die Wählerinitiative Rosenheim (WIR) durch ihre Stadträte Bärbl Thum und Franz Weiland, die eine Informationsfahrt nach Burghausen unternommen hatten, wo vom 23.04. bis 03.10.2004 die nächste Landesgartenschau stattfindet.

Bei einem Gespräch mit der LGS-Geschäftsführung interessierte die beiden Stadträte besonders Finanzierung und Vorbereitung einer solchen Maßnahme. Hierzu konnte Werner Lechner, einer der beiden LGS-Geschäftsführer, beeindruckende Fakten aufzeigen: Aufgrund eines einstimmigen Stadtratsbeschlusses erfolgte 1998 die Bewerbung der Stadt Burghausen, 1999 erhielt die Stadt den Zuschlag und Ende 2003 sind die Aufwandskosten bereits abfinanziert.

Immer wieder zeigten sich auch Parallelen zu Rosenheim: So waren Auflagen wie Verlagerung des Bauhofes oder Verlegung eines größeren Platzes zu erfüllen, was jeweils kreativ und phantasievoll gelöst wurde. Nachdem ein europaweit ausgeschriebener Planungswettbewerb im September 2000 vom Preisgericht entschieden wurde, konnte mit der eigentlichen Baumaßnahme im Jahre 2001 begonnen werden.

Nach dem Eindruck der Stadträte Thum und Weiland steht durch gute Vorbereitung und Informationspolitik die gesamte Bürgerschaft der Salzachstadt hinter "ihrer" Landesgartenschau, auch die unmittelbaren Anlieger, die durchaus von Baumaßnahmen beeinträchtigt wurden. Aber man sieht bereits den Qualitätsssprung, der im kommenden Jahr eintreten wird. Und schließlich kann von offizieller Seite mitgeteilt werden, dass in den letzten zwei Jahren im Zusammenhang mit der LGS die Entwicklung der Stadt Burghausen den notwendigen Maßnahmen von 10 Jahren entspricht. Auch hierzu fielen den beiden Rosenheimer Stadträten Vergleiche zu Rosenheim ein, wie etwa die Gestaltung des Salzstadels, die Weiterentwicklung der Altstadt Ost usw.

Nach Abschluss des Gesprächs konnten sich Thum und Weiland anhand einer zweistündigen Führung vom Stand der Dinge auf dem LGS-Gelände überzeugen und waren schlichtweg begeistert von der Ideenfülle und Harmonie, die bereits deutlich wird.

Im Vorwort der LGS-Broschüre heißt es: "Eine Landesgartenschau ist keine Blüte, die nur einen Sommer blüht: Sie ist Anstoß für eine ganze Welle von Investitionen in neue Strukturen und neues Grün." Dies wird wohl auch so von den Bürgern gesehen, denn von den beiden Rosenheimer Stadträten angesprochene Passanten brachten ausnahmslos ihre Zustimmung zur LGS zum Ausdruck. Eine derartige Bereitschaft erhoffen sich die WIR-Stadträte auch in Rosenheim. Ihrer Meinung nach sollte möglichst bald der Grundsatzbeschluss des Stadtrates zur Durchführung der LGS in Rosenheim verabschiedet werden einschließlich eines Finanzierungsplanes, damit wie in Burghausen möglichst bald mit Öffentlichkeitsarbeit begonnen werden kann und frühzeitig Werbeeinnahmen fließen.

Da die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen zur Durchführung einer LGS die Gründung einer GmbH vorgibt, in der sie 40 % der Anteile hält und die jeweilige Stadt mit 60 % mehrheitlicher Gesellschafter ist, soll diese ebenfalls so früh wie möglich gegründet werden. Baldigst sei auch ein Förderverein ins Leben zu rufen, der von vielen Persönlichkeiten, der Rosenheimer Wirtschaft, von Vereinen und Verbänden getragen werden sollte.

Ein positives Ergebnis konnten die WIR-Stadträte noch aus Burghausen mitbringen: Die Einladung der dortigen LGS-Gesellschaft an den Rosenheimer Stadtrat, nächstes Jahr die Landesgartenschau Burghausen zu besuchen.

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Jahreshauptversammlung 2003 - inkl. Rückblick 2002

Positiv bewertete der Vorsitzende der WIR, Werner Rösler, in seinem Rückblick das erste Jahr der neuen Stadtratsperiode. Nachdem die WIR als Gruppierung, die sich nur aus Beiträgen und Spenden ihrer Mitglieder finanziere, im Wahlkampf an die Grenzen ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten gestoßen sei, habe sie sich, mit einer deutlichen Stimmenzunahme im Rücken, wieder der kontinuierlichen Stadtratsarbeit gewidmet. Die Erfahrung und das Engagement der beiden Stadträte Thum und Weiland sei weiterhin ein solides Fundament dafür, dass die WIR einige Ziele erreichen konnte, insbesondere auf dem Gebiet Verkehrsberuhigung und -überwachung. Es sei auch erfreulich, dass der von CSU und UP im letzten Jahr durchgesetzte totale Stillstand auf dem Gebiet der Fahrradförderung 2003 wieder aufgehoben worden sei, wenn auch nach Ansicht der WIR noch lange nicht im erforderlichen Maße. Das Projekt "Soziale Stadt" könne sich sehen lassen und werde von der WIR auch weiterhin voll unterstützt. Ebenso werde positiv bewertet, dass die Verwirklichung des Projekts "Haus der Vereine"endlich näher rücke und dass sich alle im Stadtrat vertretenen Gruppierungen für die Durchführung der Landesgartenschau in Rosenheim nach wie vor aussprächen.

Bedrückend sei die Haushaltslage. Fehlplanungen wie die Trasse Panorama-Schwaig würden sich jetzt bitter rächen. Bei der beschlossenen Neuverschuldung sei bedauerlich, dass die Stadtratsmehrheit mögliche Einspar- wie auch Einnahmemöglichkeiten, die von WIR-Stadtrat Weiland aufgezeigt wurden, völlig ignoriert habe. Das ließe nur zwei Schlüsse zu: entweder dass es der Stadt gar nicht so schlecht gehe, wie behauptet werde, oder, was wahrscheinlicher sei, dass man die Probleme verdränge und verschiebe, was im Jahr 2004 die Haushaltsprobleme verschärfen werde. Sorge bereite der WIR auch, dass die Innenstadt nicht nur durch WEKO, sondern noch mehr durch die Pläne der "Rosenheim Arcaden" bedroht werde.

Ein großer Erfolg für die WIR sei wieder die alljährliche Veranstaltung "Kultur pur" gewesen, die wie immer ausverkauft war und der Förderung von Künstlern aus dem Raum Rosenheim zugute gekommen sei. Nach einer regen Aussprache, bei der die Versammlung dem Vorstand ein großes Lob für dessen hervorragende, uneigennützige Arbeit aussprach, erfolgte die Neuwahl des Vorstands. Der Vorsitzende Werner Rösler wurde ebenso wiedergewählt wie 2. Vorsitzender Armin Furtner, Pressereferentin Josefine Kohwagner und Schriftführer Gert Fiedler. Kassier Rudi Eberhard kandidierte wegen Wohnortwechsels nicht mehr. Nach seinem Kassenbericht, der von Revisorin Sabine Roleder-Hauswirth als perfekt bestätigt wurde, wählte die Versammlung einstimmig Wilhelmine Hellstern als neue Kassenverantwortliche. Als Kassenprüfer wurden Ludwig Rotter und Richard Hofbauer bestimmt. Abschließend beschloss die Versammlung, das Volksbegehren "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals" zu unterstützen. Gerade in der Bayerischen Verfassung sollte klargestellt werden, dass der Mensch dem Herrgott nicht ins Handwerk pfuschen dürfe.

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Verkehrssicherheit, Sanierungserfolge, Zukunft offen halten - nicht verbauen

Da freuten sich die Mitglieder der WIR: "nach über 10 Jahren vorschlagen und wieder vorschlagen, argumentieren und wieder argumentieren, überzeugen die WIR-Argumente für die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung den Verkehrssausschuss", berichtete Werner Rösler, Vorstand. Mit dieser Initiative für mehr Verkehrssicherheit sei "die WIR der Zeit vorausgewesen", so die Oberbürgermeisterin Gabi Bauer. Franz Weiland, WIR-Stadtrat, dankte dem ADFC Rosenheim und den Stadtteilvertretungen der Sozialen Stadt für Ihre Unterstützung. Sie haben sich des Themas angenommen und für die Annahme des WIR-Antrags ausgesprochen.

"Als Denkzettel für die Abrissenthusiasten im Stadtrat", bezeichneten die Wir-Mitglieder die Sanierung des Hauses Kellerstraße Nr. 10. Gert Fiedler, Vorstand, bezeichnete dies als "sehr erfreulichen Vorgang für Stadtentwicklung und -bild" und erinnerte daran, "dass auch hier die WIR seit vielen Jahren dafür gekämpft hat, das historisch wertvolle Haus zu erhalten und dessen Sanierung seitens der Stadt durchzusetzen". Dagegen hatten Bauverwaltung und Bauausschuss stets bestritten, dass eine Sanierung machbar sei und stattdessen Abrisspläne unterstützt. "Umso mehr gebühre dem neuen Eigentümer des Hauses ein großes Kompliment für die Sanierung", erkannten die WIR-Mitglieder an.

"Der Kaltenmühle in Happing droht der drastische Verfall", damit zog Bärbel Thum, WIR-Stadträtin, die Parallele für dieses stadtgeschichtlich wertvolle Gebäude. Bärbel Thum sicherte zu, "dieses spezielle Anliegen nicht aus den Augen zu verlieren". Die Bebauungsabsichten zwischen Bahnhof und Brückenberg kamen als nächstes unter die Lupe. Bärbel Thum berichtete von der Präsentation der Firma "Management für Immobilien AG" für dieses Areal. "Die vorstellten Planungen lassen keinen Platz für das zukunftsweisende Verkehrskonzept RoRegio, berichtete Bärbel Thum.

"Die neuesten Verkehrserhebungen müssen in den Planungen berücksichtigt werden", mahnte Franz Weiland an. Diese hatten klar gezeigt, dass Rosenheims Verkehrsprobleme hausgemacht sind. Da der Durchgangs- und Schwerlastverkehr unter 10 % liegt. RoRegio biete genau hierfür die richtigen Lösungsansätze und müsse bei der Bahnhofsgestaltung berücksichtigt werde. "Die Zukunft nicht verbauen - und dies buchstäblich," pointierte Werner Rösler. Dies gelte gleich auch für das nächste Thema. So griff Franz Weiland den Ball auf: "Auf die Erforderlichkeit des Fahrradwegebaus hat das beauftragte Verkehrsbüro hingewiesen. Gutachten bezahlt und vergessen? Jedenfalls hat die Stadtratsmehrheit für den Radwegebau laufenden Haushalt keinen einzigen Euro zur Verfügung gestellt".
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